Tibetische_ Medizin_Ayurveda
Tibetische Naturheilkunde: Konsultation mit Tibetanischem Mediziner

Datum: Di/Mi 19/20.September
Uhrzeit: 09:30-12:30 & 14.00-18.00 Uhr (jeweils 30 Minuten pro Termin)
Lehrer: Tulku Dr. Lama Jampa
Kosten: 60€ für die Untersuchung und 60-80 Euro für eine Monatspackung Medikation
Plätze: auf 25 begrenzt
Info: eine Konsultation und Untersuchung dauert ca.  30 Minuten pro Person
Verbindliche Anmeldung: »Hier!
Ablauf:
– nach der Anmeldung bekommst du deinen Termin mitgeteilt.
– Bitte sei unbedingt 15 Minuten vor dem Termin am Hintereingang des Glücksbringer Centers
– am Untersuchungstag zum Termin bitte Morgenurin Mittelstrahl mitbringen
– ebenso alle Unterlagen von den letzten Konsultationen, wenn vorhanden
– morgens keinen Kaffee trinken
– keinen Alkohol am Abend vorher trinken
– bitte keine färbende Lebensmittel, wie Rote Beete, Spargel, Karotten, Orangensaft, Vitamin C
– keinen Sex am Abend vorher
– Sei rechtzeitig vor dem Termin hier, damit dein Puls und dein Kreislauf sich vor der Untersuchung beruhigen können
– nur ein ganz leichtes Frühstück bzw. Essen am Untersuchungstag
– Frühstück, leichtes Essen ganz normal (nicht nüchtern kommen)
– keinen Kaffee oder Schwarztee vor der Untersuchung trinken

Wichtig: wenn du dich über das >>Anmeldeformular angemeldet hast, wird dich ein Mitarbeiter der Tibetanischen Ärzte kontaktieren und mit dir einen Termin abstimmen.

Kloster

Die tibetische Medizin
Die tibetische Medizin ist eine der ältesten Medizintraditionen der Welt. Sie geht auf schamanische Wurzeln zurück, die sich hauptsächlich mit der Wirkung verschiedener Nahrungsmittel und Heilpflanzen auf die Heilung von Krankheiten befassten. Sie ist der ayurvedischen Lehre sehr artverwandt. Während das Ziel der meisten westlichen medizinischen Systeme ist, die Menschen von körperlichen Leiden zu befreien, beschreibt das System der tibetischen Medizin einen grundsätzlich ganzheitlichen Ansatz, der nicht prinzipiell zwischen körperlichen und geistigen Krankheiten unterscheidet.

Wo sich besonders die naturwissenschaftlich begründete westliche Medizin bis in die jüngste Zeit in erster Linie darauf beschränkte, den körperlichen Aspekt einer Krankheit mit rein materiellen Mitteln z.B. auf chemischer Ebene zu behandeln, liegt der tibetischen Medizin die feste Überzeugung zu Grunde, dass jede Krankheit in Beziehung zum Geist steht.

Die manifeste Krankheit ist gewissermaßen sichtbarer Ausdruck eines zu Grunde liegenden energetischen Ungleichgewichts. Die Grundlage für körperliches und geistiges Wohlbefinden ist gemäß der tibetischen Medizin das Verständnis und die Harmonisierung dreier grundlegender Energieformen, die sich auf geistiger Ebene als Gier, Hass und Ignoranz darstellen und dabei den körperlichen Energieaspekten (den drei Körpersäften) Wind (tib. Lung), Galle (tib.Tripa) und Schleim (tib. Päken) entsprechen. Dieser Ansatz der drei Körpersäfte stammt ursprünglich aus dem griechischen Heilsystem und hat auch eine Entsprechung in der ayurvedischen Medizin, wo sie Vatta, Pitta und Kapha genannt werden.

Jeder Mensch hat einen persönlichen so genannten Konstitutionstyp, der ein bestimmtes Verhältnis der drei Energien darstellt. Dieses ist bei jedem unterschiedlich und entspricht vielleicht am ehesten dem, was wir als Temperament oder Charakter einer Person beschreiben. Eine Krankheit liegt vor, wenn diese individuelle Energiekonstitution im Ungleichgewicht mit den tatsächlich vorherrschenden Energien ist. Die medizinische Behandlung bewirkt ein Ausgleichen dieser aus der Ordnung geratenen Energien hin zu ihrem natürlichen Zustand. Dabei werden zunächst der Konstitutionstyp und die aktuelle Energiebalance diagnostiziert und daraufhin geeignete Maßnahmen ergriffen, um den Energiehaushalt wieder auszugleichen und zu einer der individuellen Konstitution entsprechenden Harmonie zu führen.

Diagnose
Die Einzigartigkeit der tibetischen Medizin liegt auch in ihrer Diagnosetechnik. Tibetische Heilkundige nutzen dabei die einfachste und natürlichste Form um die Funktionen der Vitalorgane und des Gefäßsystems zu diagnostizieren: sie verlassen sich auf ihre fünf Sinne statt auf komplexe Geräte und Instrumente. Die wichtigste Methode ist dabei die Pulsdiagnose, die vielen sehr einfach erscheint aber in Wirklichkeit viele Jahre der Ausbildung, Sensibilisierung und Erfahrung benötigt, um sie zu meistern.

Kein anderes traditionelles Medizinsystem hat diese Diagnosemethode so perfektioniert wie es die Tibeter über viele Jahrhunderte hinweg getan haben. Durch die Pulsdiagnose können nicht nur aktuelle Krankheiten sondern auch lange zurückliegende sowie noch nicht manifeste Gesundheitsprobleme festgestellt werden. Somit können bereits lange vor dem Auftreten des eigentlichen Krankheitsbildes effektive prophylaktische Gegenmaßnahmen ergriffen und die Krankheit somit am Entstehen gehindert werden. In Ergänzung zur Pulsdiagnose werden in Zweifelsfällen manchmal zusätzlich der Urin, die Zunge und die Augen untersucht. Auch das persönliche Gespräch mit dem Patienten gibt wichtige Aufschlüsse über seinen emotionalen Zustand, Gewohnheiten, das soziale Umfeld usw., die in die Behandlung mit einfließen.

Tibet_Medizin

Gute Gesundheit ist auch in einer angemessenen Ernährung und einer gut funktionierenden Verdauung begründet. Nach tibetischer Erkenntnis ist die Primärursache bei zwei Drittel aller chronischen Krankheitsbilder eine latente Verdauungsstörung bzw. eine unzureichende Aufspaltung der Nährstoffe. Die Verdauungshitze (der wesentlichste Aspekt der Tripa-Energie) ist bei vielen Menschen zu schwach.

Kalte Getränke, Salate, Rohkost oder Süßigkeiten senken die Verdauungshitze zusätzlich. Wird die Verdauungshitze zu schwach, kann die Nahrung im Verdauungsprozess nicht vollständig verbrannt werden. Die Nährstoffe werden nicht vollständig aufgespalten, was die weitere Verwertung erschwert und den Körper zusätzlich belastet. Ein großer Teil der aufgenommenen Nahrung gelangt oft fast unverdaut in den Darm, was sich in Form von Auftreibungen oder Blähungen äußern kann. In der Folge entwickelt der Körper Mangelsymptome auf Grund fehlender Nährstoffe und Spurenelemente. Die Einnahme von Vitamin- und anderen Aufbaupräparaten ist dabei ohne gleichzeitige Unterstützung der Verdauungshitze keine dauerhafte Hilfe.

Tulku Dr. Lama Jampa Chojor Rinpoche_Wuerzburg_Gluecksbringer

Biografie von Tulku Dr. Lama Jampa Chojor Rinpoche:
Er wurde mit 5 Jahren als Tulku (Wiedergeborener) erkannt und in das Geyje Norling Kloster gebracht. Seit vielen Jahren bereist Dr. Lama Jampa Europa und lebt seit 6 Jahren in Spanien, wo er als tibetischer Arzt arbeitet. Lama Champa kommt regelmäßig für Vorträge über tibetische Medizin und über den Buddhismus, sowie zur Gesundheitsberatung nach Deutschland. Damit finanziert er den Unterhalt des Geyje Norling Klosters und dessen Mönchen, und baut Straßen, eine Schule und erweitert das Bildungsangebot für die Mönche und der Landbevölkerung der umliegenden Dörfer. Er nutzt die Methoden der Pulsdiagnose, Irisdiagnose, Antlizdiagnose und berät sie in Fragen von Gesundheit, Ernährung, Verhalten und nahrungsergänzenden Kräutern.

Dr. Jampa Yonten ging nach Abschluss seiner Schulausbildung nach Dharamsala um Tibetische Medizin am Men-Tsee-Khang, dem Institut für Tibetischen Medizin und Astrologie S.H. des Dalai Lama, zu erlernen. Er studierte unter Dr. Lobsang Chophel, einem Hochschullehrer des Men Tsee Kang. 1993 trat Dr. Yonten in das Chagpori Institut der Tibetischen Medizin in Darjeeling ein. Im Jahre 1997 schloss er sein 5-jähriges Medizinstudium ab. Danach absolvierte er ein intensives Praktikum unter seinem Meister, dem verstorbenen Dr. Trogawa Rinpoche in verschiedenen Men Tsee Kang Kliniken.

Er erhielt eine Goldmedaillen von der Indischen Gesellschaft für Alternativen Medizin in Kalkutta. In den Jahren 1998 und 1999 war Dr. Yonten Arzt in der Klinik für Tibetische Medizin des Chagpori-Instituts in Takdah, in der Nähe Darjeelings. Während der Jahre 1999 und 2000 war er verantwortlich für die Herstellung der Arzneimittel des Chagpori-Instituts in Salugara. Zwischen 2000 und 2003 war er der verantwortliche Arzt der Chagpori-Klinik für Tibetische Medizin in North Point, Darjeeling. Dr. Yonten hatte das Glück viele Unterweisungen und Übertragungen von Dr. Trogawa Rinpoche zu erhalten. Die Yuthog Nyingthig Einweihung erhielt er von Khamtrul Rinpoche. Das Yuthok Nyingthig Retreat absovierte er unter Anleitung von Dr. Trogawa Rinpoche. Die Gyudshi Übertragung erhielt er von Dr. Tenzin Chodark, dem Leibarzt S.H. des Dalai Lama. 2003 gründete Dr. Yonten, mit dem Segen seines Meisters Dr. Trogawa Rinpoche versehen, das „Tibetan Healing Center“ (THC) in Bangalore in Südindien (Bundesstaat Karnataka).
2009 erhielt er eine weitere Yuthog Nyingthig Übertragung und Ermächtigung von S.E. Taglung Tsetrul Rinpoche. In diesem Jahr schloss er auch seine Weiterbildung am Men-Tsee-Khang Instiut in Dharamsala mit dem Titel Menrampa ab. Dr. Yonten reiste bereits in verschiedene Regionen der Welt, um über Tibetische Medizin zu lehren, Workshops zu geben und Retreats durchzuführen. So war er bereits in den USA, Kanada, Deutschland und Kroatien.

Wilfried Pfeffer

Wilfried_Pfeiffer

Wilfried Pfeffer ist Gründer und Leiter des Tibet Kailash Hauses sowie Initiator des Tibet Förderkreises e.V., des Kailash Instituts für traditionelle tibetische Heilkunde. Wilfried Pfeffer beschäftigt sich seit mehr als fünfundzwanzig Jahren mit der tibetischen Kultur. Er lebte ein Jahr lang in einem exiltibetischen Kloster und verbrachte immer wieder längere Zeit in verschiedenen Klöstern in Indien und Nepal. Im Himalaja hatte er inspirierende Begegnungen mit tibetischen Lamas und Ärzten sowie mit dem Dalai Lama. >>Martin arbeitet mit ihm zusammen, um den Würzburgern die Gelegenheit zu geben, die Vorzüge der tibetischen Medizin zu erfahren.

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