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Der Ort

Ein schöner Ort auf Erden, dorthin zieh´n alle Herden.

Er lässt sich nicht verwehren, er ist auch nicht versteckt

– er wartet aufgeweckt.

Suchst hier, schaust da. Ist es denn wahr?

Ist er verschwunden, für Sekunden:

Schon denkst Du, es ist alles aus!

Schon denkst Du, gar das Spiel ist aus!

Schon denkst Du, es macht keinen Sinn!

Schon denkst Du „ich schmeiß´ alles hin.“

Wart ab, sei ruhig und halte still,

Sieh was das Leben sagen will!

„Ich fließe einfach immer weiter.

Es gibt kein Stop, es gibt kein Scheitern.

Es gibt kein ICH, es gibt kein DU,

das sind unsere Ideen nur!

– bringst Du mal deinen Mind zur Ruh´!

Erkennst Du es, verstehst im Nu´!“

Im Rationalen das wir pflegen,

ist dieser Zustand ungelegen.

Willst ständig nur von hier nach dort.

Doch kaum dann da, willst wieder fort.

Erlösung dafür liegt im bleiben.

Im einfach SEIN und einfach treiben.

Der Atem fließt und du bist DA.

Genug als Grund und wunderbar.

Mal nichts zu tun, auch nicht im Geiste.

Ist mehr wert als der wirklich Reichste.

Diese Erfahrung wünsch ich Dir.

Und nicht nur Dir sondern auch mir.

Je öfter wir im Sein verweilen,

je mehr tut uns das Leben scheinen.

Je mehr leuchtet AUS UNS das SEIN.

Je mehr fühl´n wir uns nicht allein.

Je mehr spür´n wir den Puls des Lebens.

Je mehr erscheint uns Streit vergebens.

Je mehr erkennen wir „nicht meins“

ist richt´ge Antwort sondern „Eins“.

Mai 2017 – Sonnensonntag und Chai auf dem Balkon (c) Martin Lange